Norddeutschland hat selten wochenlang Schnee, aber oft Nässe, Kälte und Glätte. Dafür sind Winterreifen gemacht.
Von O bis O
Die Faustregel „von Oktober bis Ostern“ passt gut. Winterreifen haben eine weichere Gummimischung, die bei Temperaturen unter etwa 7 Grad besser haftet als Sommerreifen. Vereinbaren Sie den Wechsel früh, denn im Oktober und November sind die Termine knapp.
Was die Vorschrift sagt
In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schnee, Schneematsch oder Reifglätte dürfen Sie nur mit Winterreifen fahren. Als Winterreifen zählen Reifen mit dem Alpine-Symbol, einem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Die Kennzeichnung „M+S“ allein reicht nicht.
Wann ist das Profil zu schlecht?
Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter Profiltiefe. Für Winterreifen werden 4 Millimeter empfohlen, für Sommerreifen mindestens 3 Millimeter. Je flacher das Profil, desto schlechter wird die Wasserverdrängung und desto länger der Bremsweg.
Auch das Alter zählt
Reifen altern, auch wenn sie kaum gefahren werden. Das Herstellungsdatum steht als vierstellige DOT-Nummer an der Flanke. Beispiel: 2423 bedeutet 24. Woche 2023. Reifen, die älter als sechs Jahre sind, sollten Sie einmal im Jahr prüfen lassen.
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